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Praxisbeispiel Schwimmen
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Daphne ist eine Mops-Hündin, geboren im Januar 2005. In ihrem Geburtsjahr hat sie gelernt zu Schwimmen. Ganz richtig ist das natürlich nicht, prinzipiell kann jeder Hund Schwimmen, sie brauchen im Wasser ja nur zu laufen, doch nicht jeder Hund weiß das. Sie müssen die Erfahrung machen, dass das Verlieren des Bodens unter den Pfoten kein Problem ist. Das geht natürlich viel besser wenn der Halter mit „in’s Tiefe“ geht. Der Sommer des Jahres 2005 mit seinen angenehmen Wassertemperaturen und die „menschliche Unterstützung“ haben viel dazu beigetragen, dass Daphne eine echte „ Wasseratte“ geworden ist.
Als im Frühjahr 2006 festgestellt wurde, dass Daphne leicht humpelt (Hinterlauf), konnte die Gelegenheit genutzt werden, im Rahmen einer Narkose bei der Kastration eine Röntgenaufnahme des Beckens und der Hinterläufe zu machen.
Die Diagnose war eine mittelgradige Hüftgelenksdysplasie. Neben der Behandlung mit homöopatischen Mittel zur Unterstützung des Gelenkstoffwechsels hatte der behandelnde Tierarzt zunächst zum generellen Muskelaufbau (Stärkung der Muskeln zur Stabilisierung beider Gelenke) geraten. Dabei wurde eine bestimmte Methodik präferiert: Wenn möglich sollte der „Patient“ viel Schwimmen, am Besten kontrolliert in flachem Wasser, um eine kontrollierte Bewegung zu gewährleisten.
Unterstützt durch die Schwimmfreudigkeit von Daphne konnte in den Monaten Mai bis Oktober 2006 mit ihr ein intensives Wassertraining in einem See durchgeführt werden. Die Umgebung des Ratzeburger Sees in Norddeutschland (Lauenburg) offeriert viel Flachwasserbereiche, seichte und sichere Einstiege und bereits in den ersten Monaten des Jahres angenehme Wassertemperaturen.
Nun stand das Durchführen der Übungen im Flachwasser auf dem Programm, so dass eine kontrollierte Bewegung ausgeführt werden konnte, ohne dass die Hündin durch Überanstrengung im tiefen Wasser die Übungen zeitlich begrenzen musste.
Nicht zuletzt haben gemeinsamen Übungen des Hundes mit seinem Halter neben der gesundheitlichen Indikation einen hohen Spassfaktor, der im Verhalten des Hundes im und am Wasser deutlich sichtbar ist.
Die Nachuntersuchung (Ende 2006) und die Röntgenbilder haben gezeigt, dass es zu einer „kleinen Verbesserung“ (besserer „Sitz“) des Hüftgelenkes gekommen ist. Mit Hinweis auf die Methodik wurde durch den Tierarzt eine Weiterführung der bisherigen Therapie, mit vielen „Anteilen“ des freien Schwimmens empfohlen.
Der Zusammenhang zwischen dem freien Schwimmen und einer beschleunigten Rekonvaleszenz ist sicherlich nicht in eindeutigen wissenschaftlichem Kontext zu definieren. Dennoch, der kurze Erfahrungsbericht zeigt, dass durch das freie Schwimmen, insbesondere die Bewegung in flachem Wasser und die Nutzung des Widerstandes des Flachwassers in der Bewegung des Hundes vorteilhafte Aspekte enthält.
In Seen und Bächen mit flachem Ufer ist natürlich auch die Arbeit wie Gehen und Stehen im Wasser zur Muskelkräftigung sehr förderlich und gelenkschonend.
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